Spuk im Eastern State Penitentiary


Die Frage ob es Geister gibt oder nicht, ist eine der spannendsten für uns Menschen. Dabei scheiden sich im wahrsten Sinne des Wortes die Geister, denn bei wenigen Themen teilen sich die Meinungen so extrem, von Menschen, die selbst solche Erscheinungen schon gesehen haben bis zu denen, die alles für Quatsch und Humbug abtun. Ganz oder gar nicht heißt es hier oft und die „Gläubigen“ argumentieren gern mit der Angst der „Ungläubigen“, und die „Ungläubigen“ mit der Phantasie der „Gläubigen“. So hat jeder sein Argument und es fällt schwer den einen vom andern zu überzeugen.

Da ist es schön, wenn sich Menschen, mit einem kritischen Verstand auf den Weg machen, um diesen Phänomenen offen und suchend gegenüber zu treten. Sicher kann nur jeder mit den Mitteln arbeiten, die er hat. Und so wird den Wissenschaftlern nichts anderes übrig bleiben, als ihre Methoden zu verwenden, die dazu geschaffen  wurden um unser materialistisches Weltbild zu vermessen. Das ist ein schwieriges Unterfangen, denn mit solchen Methoden wird man mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit auch nur die Antworten finden, die damit messbar sind. Trotzdem ist die Absicht die ausschlaggebende Komponente und wenn ein Wissenschaftler (In diesem Fall Psychologe) irgendwann einmal merkt, dass seine Methoden vielleicht das Erkennen von Geistern unmöglich macht bzw. sogar verhindert, dann kann er den wichtigsten Schritt tun, nämlich die Qualität zu ändern und nicht in der Zunahme von Quantität stecken zu bleiben.

Auch für meine Arbeit ist die Suche nach Beweisen immer ein Motivator, um meinem Glauben eine Basis verschaffen zu wollen. Die Arbeit mit dem Tod, dem Jenseits und dem Drum-Herum (Clearing, Rückführungen etc.) lässt auch meinen Geist unruhig sein und immer wieder neu justieren im Hinblick auf subjektive Erfahrungen und dem Wunsch nach Objektivierung dieser Erfahrungen. Gern würde ich andere Menschen überzeugen bzw. teilhaben lassen aber über die subjektive Perspektive hinaus, ist es bisher leider auch mir natürlich nicht gelungen einen Beweis zu finden.  An dieser Stelle wird wieder einmal deutlich, wie sozial wir Menschen eingebunden sind in Systeme, die unsere Überzeugungen prägen und bestimmen. Eine Abweichung vom Main Stream bedeutet immer auch Außenseiter zu sein. Das Bedürfnis subjektive Erfahrungen zu teilen und für alle Menschen geltend zu machen, ist ein wichtiger Faktor in der Machtkonstellation von Gesellschaften. Denn mal ehrlich. Wer von uns war denn schon einmal im Weltraum und hat gesehen, wie die Erde um die Sonne kreist? Dieses Wissen haben wir nur über indirekten Weg erhalten. Meine Erfahrung sagt mir etwas ganz anderes.

Und da Wissen und Erfahrung nicht zwangsläufig gleich sein müssen, kann ich selbst entscheiden (als denkender Erwachsener, nicht als Kind), wem ich mich anschließe. Traue ich meiner Wahrnehmung und meinen Sinnen oder glauben ich denen, die mit Gerätschaften und hoher Technik etwas anderes erfahren als ich. Und so ist es auch mit den Geistern, den Seelen der Verstorbenen. Ich hätte natürlich gern einen Wissenschaftler, der mir beweist, dass es Geister gibt, denn ohne diesen, bleibt die Verantwortung bei mir und ich muss selbst die Entscheidung treffen, ob ich daran glaube oder nicht 😉 und was ich als Grundlage meiner Entscheidung wähle; die Aussage von anderen oder meine eigenen Erfahrungen, Wahrnehmungen, Gefühle, Illusionen, Täuschungen usw. usw..

Schön daran ist es, dass es immer irgendwie spannend bleibt und vielleicht ist auch das der ganze Zauber, nach dem wir suchen; das Kribbeln, die Spannung, die Erwartung, der Kick.

Fakt ist für mich, dass ich mich meiner Ansicht verpflichtet fühle, und genau hier, an der Grenze zwischen Leben und Tod und Jenseits meine Arbeit angesiedelt habe. Menschen an der Schwelle zu Tod zu begleiten, ihnen den Übergang zu erleichtern und auch den Angehörigen Trost und Perspektiven zu bieten, schließt eine endgültige Beweisführung für oder gegen ein Leben nach dem Tod weder ein noch aus. Es ist nicht notwendig, an das Auftreten von Verstorbenen zu glauben oder an ein Leben nach dem Tod, um an einer Rückführung oder einem Clearing teilzunehmen. Die Beweisführung liegt in der Sache, in der Erfahrung selbst. Wenn Symptome verschwinden und Krankheiten heilen, dann ist die Methode sicher praktisch und verwendbar auch ohne den theoretischen Hintergrund bis zu Ende objektiviert und bewiesen zu haben.

Trotzdem oder genau deshalb bin ich immer interessiert neue Erkenntnisse zu diesen Themen zu sammeln und auch mit Ihnen zu teilen. Die Dokumentation über die Spukgeschichten im Eastern State Penitentiary, dem Staatsgefängnis von Pennsylvania in Philadelphia, ist sehr spannend gefilmt. Fast wie ein Krimi wurden Geistererscheinungen in Szene gesetzt und ein Spannungsbogen um das Forscherteam aufgebaut, welches versucht hat, die physische Existenz von Geistern nachzuweisen.  Nun das ist wohl der Zahn der Zeit und die Jagd nach Einschaltquoten, die dieses Thema in dieser Inszenierung schon fern von nüchterner Dokumentationen in Thrillerfernsehen verzaubert. Und trotzdem ist es für den einen oder anderen der sich für solche Themen interessiert sicher sehenswert. Auch hier wird versucht, wie oben beschrieben, mit herkömmlichen Methoden Phänomenen auf die Schliche zu kommen, die nicht zu unserem Weltbild gehören. Gefallen hat mir die grundsätzliche Bereitschaft, dieses Experiment zu wagen. Ich denke, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ein schlauer Mensch einen Apparat findet, mit dem man genau das messen kann, was man sucht, nämlich Geister oder verstorbene Seelen von Menschen. Vielleicht sind ja die modernen Digitalkameras schon ein Weg dorthin, denn die gesamte Forschung über die damit sichtbar werdenden Orbs ist ein Anfang in diese Richtung.

http://www.youtube.com/watch?v=XUEpx9qeKfY

IS

Vorheriger Beitrag
Ein Plädoyer für die Seele
Nächster Beitrag
Die Geschichte vom hungrigen Bauern…

Related Posts

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.
Menü